Astrid Damerow betont in einer Bundestagsrede, dass das Verbot des Kükentötens seit dem 1. Januar 2022 der ehemaligen Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner zu verdanken sei. Sie verteidigt die ursprüngliche Frist von sieben Tagen für die Geschlechtsbestimmung im Ei bei Hühnerembryonen, da diese Entscheidung auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basierte habe. Mit den neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen, die zeigen, dass das Schmerzempfinden der Embryonen erst ab dem 13. Tag einsetzten, unterstützte die CDU/CSU-Fraktion die aktuelle Änderung des Tierschutzgesetzes. Damerow fordert die Bundesregierung zudem auf, sich weiterhin für ein EU-weites Verbot des Kükentötens einzusetzen und die Forschung zum Schmerzempfinden von Hühnerembryonen fortzusetzen. Zudem spricht sie sich für eine einheitliche europäische Regelung zur Geschlechtsbestimmung aus.
Es ist zu begrüßen, dass Damerow sich im Tierschutz von wissenschaftlichen Erkenntnissen und nicht von rein politischen Motivationen leiten lässt. Ein EU-weites Verbot ist zudem dringend nötig, um eine Verlagerung des Kükentötens ins Ausland zu vermeiden. Erfreulich ist zudem, dass Damerow trotz der Erkenntnis des Schmerzempfindens an Tag 13, dennoch weiterhin Forschung befürwortet.