Abgeordnete der Fraktion Die Linke weisen mit einer Kleinen Anfrage auf die unter Tierschutzgesichtspunkten als problematisch einzustufende Verwendung von Kohlendioxid (CO2) zur Betäubung von Schweinen vor der Schlachtung hin. Diese Betäubungsmethode werde in Deutschland vorrangig genutzt, obwohl auch die Betäubung mit anderen Gasen wie Argon, Helium und Stickstoff oder mittels Bolzenschussgerät zulässig sei. CO2 sei problematisch, weil es nicht unmittelbar zur Bewusstlosigkeit der Tiere führe, sondern die Tiere nachweislich für bis zu 20 Sekunden unter Hyperventilation und Atemnot litten.
Die Abgeordneten erfragen in diesem Zusammenhang daher Zahlen zu Tierschutzkontrollen in Betrieben, die Schweine schlachten, Zusammenhänge zwischen Schlachtzahlen und Tierschutzverstößen und Vorhaben der Bundesregierung zur Anwendung von Alternativen wie Argon, Helium und Stickstoff und entsprechende Kosten.
“Aus Sicht des Tierschutzes ist der Einsatz von CO2 zur Betäubung von Schlachtschweinen daher als kritisch zu beurteilen.”
“Wie bewertet die Bundesregierung die derzeitige Marktverfügbarkeit der Gase Argon, Helium und Stickstoff zum Einsatz als Betäubungsmittel für Schlachtschweine?”
Die Abgeordneten weisen auf die Leiden hin, die durch die CO2 Betäubung bei Schweinen verursacht werden, obwohl es Alternativen gibt, welche diese Leiden nicht auslösen. Sie erfragen Vorhaben der Bundesregierung sich für diese Alternativen einzusetzen oder diese zumindest zu erforschen und es zu begründen, falls die Alternativen nicht angewendet werden. Damit weisen sie auf Probleme hin und bauen Druck auf, diese Probleme zu beseitigen.
Kleine Anfrage: Tierschutzmaßnahmen bei der Betäubung von Schlachtschweinen (Drucksache 19/17927)