In Reaktion auf den Vorschlag der EU-Kommission den Schutzstatus von Wölfen unter der Berner Konvention von ‚streng geschützt‘ zu ‚geschützt‘ anzupassen, äußert Carsten Müller sich auf seiner persönlichen Webseite positiv. Es sei ein richtiges Signal in der “andauernden Debatte zum Zusammenleben von Mensch und Natur” wobei Wölfe inzwischen eine ernsthafte “Bedrohung für den ländlichen Raum und insbesondere für die Weidehaltung geworden” seien. Des Weiteren fordert er, dass im Anschluss an die europäische Regelungsänderung, Gesetze auf lokale Gegebenheiten angepasst werden sollen, um “ein ausgewogenes Gleichgewicht zwischen Schutz der Wölfe einerseits und Schutz der Weidehaltung andererseits her(zu)stellen.“
Hierbei wird deutlich, dass Müller vor allem auf die Sorgen der Weidehaltung schaut und somit womöglich ökonomische Interessen hier Vorrang haben. Dies trägt dazu bei, dass der Wolf als Tier im gesellschaftlichen Diskurs keinen Schutz verdient hat, solange dies mit Interessen von Menschen im Konflikt steht. Außerdem werden Wölfe von Müller dämonisiert und er stellt es so dar, als gäbe es nicht bereits jetzt die Möglichkeit in den Bundesländern Wölfe, die vermehrt in Konflikt mit menschlichen Interessen geraten zu töten. Das Bejagen von Wölfen stellt er zudem als alternativlos dar und als sei es tatsächlich geeignet Weidtiere zu schützen.