Anlässlich eines von der Ampel abgelehnten Antrages der CDU/CSU-Bundestagsfraktion „Bestandsregulierung der Saatkrähe ermöglichen“, äußert Jan Metzler sich auf seiner persönlichen Webseite zu der “Saatkrähenproblematik”. Hierbei seien viele Kommunen deutschlandweit betroffen vom “jährliche[n] Albtraum” der die Brutsaison der Saatkrähen. Diese bedeute enormen Lärm in Wohngebieten und jede Menge Vogelkot, sowie Fraßschäden und Ernteausfälle für Landwirt*innen. Vergrämen der Vögel habe dem Problem in der Vergangenheit nicht entgegengewirkt, also nicht zu einer Verringerung der Saatkrähenpopulation geführt.
Der abgelehnte Antrag enthielt Forderungen, wie zum Beispiel ein niedrigerer Schutzstatus, Verlagerung von Brutkolonien und Bejagung unter bestimmten Bedingungen. Metzler meint, dass man sich um Artenschutz kümmern müsse, aber auch der Bevölkerung gegenüber eine Verantwortung habe.
Metzlers Argumentation spiegelt eine speziesistische Weltanschauung wider. Seiner Ansicht nach verlieren Saatkrähen ihr Recht auf Leben sobald sie Menschen kleinere Unannehmlichkeiten bereiten. Letztlich werden Lärmbelästigung und wirtschaftliche Ausfälle als wichtiger angesehen als das Leben der Tiere. Friedliche Konfliktlösungsansätze wie das Vergällen von Saatgut werden nicht ausreichend beleuchtet und Saatkrähen in populistischer Weise dämonisiert.
Jan Metzler - Aktuelles; Metzler: Saatkrähenproblematik und keiner will zuständig sein; 21.03.2024