Matthias Gastel (Bündnis 90/Die Grünen) veröffentlicht auf seiner Website einen Auszug aus seinem Bericht in der Landesarbeitsgemeinschaft Tierschutzpolitik der Grünen in Baden-Württemberg. Obwohl der Tierschutz seit 18 Jahren im Grundgesetz verankert sei, hätte sich seitdem erschreckend wenig getan. Er kritisiert, dass es für einige Tierarten immernoch keine konkreten rechtlichen Regelungen gäbe. Bei der Kastenstandhaltung von Sauen sei es unklar, wie es weitergehen würde. Ein schnelles gänzliches Verbot sei aber nicht zu erwarten.
"Doch keineswegs liegt nur vieles in der Fleischverarbeitung im Argen, sondern auch große Teile der Nutztierhaltung sind inakzeptabel. Für einige Tierarten wie Mastrinder, Milchkühe, Puten und Wassergeflügel liegen noch nicht einmal klare Haltungsvorgaben vor."
"Für uns als Grüne ist klar, dass mehr Tierschutz nur mit einer Reduzierung der Tierbestandszahlen und einer höheren Wertschätzung tierischer Lebensmittel zu bekommen sein wird. Mehr Platz, Auslauf, Einstreu, Beschäftigung, Tageslicht und gesundes Futter werden zu höheren Preisen insbesondere für Fleisch führen. Die Landwirtschaft wird in tiergerechtere Ställe investieren müssen. Dafür wird sie Unterstützung bekommen müssen."
Internetseite von Matthias Gastel: "Tierschutz seit 18 Jahren im Grundgesetz", 25.06.2020