Steffen Bilger kritisiert die von Bundesumweltministerin Steffi Lemke vorgeschlagenen Maßnahmen für ein effizienteres Wolfsmanagement als unzureichend. Er fordert eine „vorbeugende Bejagung des Wolfes“, um die wachsende Wolfspopulation in Deutschland strikt zu begrenzen. Bilger bemängelt, dass Lemkes Ansatz, der auf vereinfachte und schnellere Abschüsse sogenannter Problemwölfe abzielt, nicht weit genug gehe.
Bilgers Position sieht Wölfe in erster Linie als Problem und Bedrohung für landwirtschaftliche Interessen, anstatt ihren intrinsischen Wert als fühlende Lebewesen anzuerkennen. Die Forderung nach einer „vorbeugenden Bejagung“ läuft Gefahr, den Schutzstatus des Wolfes weiter zu untergraben und könnte langfristig zur Dezimierung oder erneuten Ausrottung dieser Spezies führen. Statt auf Tötungen zu setzen, wären tierfreundlichere Alternativen wie der verstärkte Einsatz von Herdenschutzmaßnahmen (z. B. Zäune, Herdenschutzhunde) und die Förderung von Koexistenzstrategien dringend notwendig. Bilger gibt vor, dass eine Bejagung in der Lage sei, Weidetiere vor Übergriffen zu schützen, was faktisch unzutreffend ist.
Welt, Wie Lemke jetzt den „Schnellabschuss“ erlaubt – und das selbst Grünen nicht reicht, 13.10.2023