Politiker*innen von Bündnis 90/Die Grünen haben ein Autor*innenpapier erstellt, um auf die aktuelle Situation in der Landwirtschaft und der damit verbundenen Tierhaltung hinzuweisen. Grund für den schlechten Zustand und dass immer mehr Betriebe schließen sei die "Weltmarktorientierung." Ereignisse wie die Corona-Pandemie oder Fälle der Afrikanischen Schweinepest würden die dadurch verursachten Probleme erneut aufdecken. Sie fordern daher eine finanzielle Unterstützung der Landwirt*innen, um die Krise zu überstehen und in den Umbau der Tierhaltung zu investieren. Um diese Finanzierung zu gewährleisten, streben sie eine Umschichtung der Gemeinsamen Agrarpolitik an. Damit seien Tierschutzmaßnahmen verstärkt zu unterstützen.
"Wir fordern ein Corona-Soforthilfepaket für den Erhalt bäuerlicher Tierhaltungsbetriebe, das Einnahmeausfälle kompensiert und den Umbau der Tierhaltung einleitet."
"In der Schweinehaltung soll die langfristige Umsetzung von rd. 47 % mehr Platz (Borchert-Stufe 2) bei gleichzeitiger Reduktion der Tiere um bis zu 32 % finanziell kompensiert werden."
"In interdisziplinären Arbeitsgruppen aller Beteiligter sollten zeitnah Sofortmaßnahmen konkretisiert und der Umbau der Tierhaltung phasengenau beschrieben werden."