Landwirtschaftlich genutzte Tiere
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Gut für Tiere
20.11.2018 | Anträge
Bund

Tierschutz an Schlachthöfen verbessern: Antrag der Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen

Hintergrund

In einem Antrag fordert die Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen, dass die Einhaltung von Tierschutzvorgaben an Schlachthöfen verbessert werden solle. Obwohl nach der Tierschutzschlachtverordnung Tiere unter Vermeidung von Schmerzen und Leiden in einen bis zum Tod anhaltenden Zustand der Empfindungs- und Wahrnehmungslosigkeit versetzt werden müssten, käme es in der Realität immer wieder zu gravierenden Tierschutzverletzungen und teils brutalen Umgang mit den Tieren. Als Maßnahmen, die immer wieder aufgedeckten Zustände in Schlachthöfen verbessern sollen, fordern die Abgeordneten unter anderem: 

  • verbesserte Kontrollstandards und -intervalle (Vier-Augen-Prinzip, Rotationsverfahren der Kontrolleur*innen, unangekündigte Kontrollen, etc.)
  • Beendigung der Akkordarbeit bei tierschutzrelevanten Arbeitsschritten wie Treiben, Betäuben und Töten
  • Prüf- und Zulassungsverfahren für Betäubungs- und Fixierungstechnik
  • Erforschung von Alternativen zur leidvollen CO2-Betäubung bei Schweinen und Geflügel
  • Erarbeitung geeigneter Maßnahmen zur Videoüberwachung tierschutzrelevanter Bereiche an Schlachthöfen 

Einschätzung

Im Antrag werden die massiven Tierschutzprobleme in Schlachtbetrieben klar benannt und aufgezeigt, dass die an sich schon geringen Vorgaben bei der Schlachtung nicht eingehalten werden. Mit klaren Maßnahmen für verstärkte Kontrollen wird gefordert, dass der brutale Umgang mit den Tieren eingeschränkt wird. Zu beachten ist allerdings, dass die Schlachtung für die Tiere immer mit Angst, Stress und Leid einhergeht. Auch Schlachtmethoden, die weniger schmerzvoll sind, können die Tatsache nicht vermeiden, dass das Leben jedes einzelnen Tieres beendet wird. 


Quelle:

Antrag
Gesamtvorgang
 



Beteiligte Politiker*innen

Konstantin von Notz
Renate Künast
Britta Haßelmann
Steffi Lemke
Julia Verlinden
Stefan Gelbhaar
Matthias Gastel
Lisa Badum
Harald Ebner

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