Nahrungsmittel & Verbraucherschutz
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Schlecht für Tiere
16.06.2023 | Abstimmung über Gesetzentwurf
Bund

Abstimmung über Gesetzentwurf für erleichterte Stallumbauten im Rahmen der Tierhaltungskennzeichnung - Dagegen

Hintergrund 

Der Gesetzentwurf stellt einen Teil des Pakets für den geplanten Umbau der Tierhaltung dar. Die Bundesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, eine verbindliche Tierhaltungskennzeichnung einzuführen. Im Zuge dessen sollen die tierhaltenden Betriebe dabei unterstützt werden, die Nutztierhaltung in Deutschland im Sinne einer “artgerechten Tierhaltung” umzubauen. Das Tierhaltungskennzeichnungsgesetz schaffe
die gesetzliche Verpflichtung, Lebensmittel tierischer Herkunft mit der Haltungsform der Tiere zu kennzeichnen, von denen das Nahrungsmittel gewonnen wurde. Die Umstellung auf die nach dem Tierhaltungskennzeichnungsgesetz vorgesehene Haltungsformen kann einen Umbau der baulichen Anlagen zur Tierhaltung erfordern. Dieser Umbau soll bauplanungsrechtlich erleichtert werden. So sollten Um- und Ersatzbau von Tierhaltungsanlagen gemäß den Anforderungen der Haltungsformen Frischluftstall, Auslauf/Weide oder Bio des Tierhaltungskennzeichnungsgesetzes erleichtert werden.

Einschätzung

Mit dem erleichterten Umbau der Ställe sollen bessere Haltungsformen gefördert werden. Grundsätzlich ist es zu begrüßen, dass Ställe gefördert werden sollen, die den Tieren zumindest Zugang zu frischer Luft und Auslauf gewähren. An der grundlegenden Ausbeutung der Tiere und dem Leid, dem sie in allen Haltungsformen ausgesetzt sind, vermag aber auch Auslauf- oder Bio-Haltung nichts zu ändern. Problematisch ist zudem, dass mit diesem Umbau die Tierhaltung “zukunftsfest” gemacht werden soll und das Vertrauen der Bürger*innen in die tierhaltende Landwirtschaft wieder gestärkt werden soll, indem von mehr “Tierwohl” spricht. Mit dem Umbau wird die Tierhaltung aber für die Zukunft manifestiert, statt einen Abbau und Ausstieg aus der Tierhaltung zu fördern, der den wahren Interessen der Tiere entsprechen würde und auch aus Gründen des Klimaschutzes dringend überfällig wäre.

 

Abstimmungsverhalten

Die Fraktionen SPD, FDP und Bündnis 90 / Die Grünen stimmten für das Gesetz. Die Fraktionen CDU/CSU und Die Linke stimmten gegen das Gesetz. Abgeordnete, die für den Gesetzentwurf stimmten, verhielten sich eher gut zu Tieren. Abgeordnete, die gegen den Gesetzentwurf stimmten, verhielten sich eher schlecht zu Tieren. 


Quelle:

Gesetzentwurf
Gesamtvorgang mit Abstimmungen



Beteiligte Politiker*innen

Sahra Wagenknecht
Gregor Gysi
Jens Spahn
Friedrich Merz
Armin Laschet
Norbert Röttgen
Dorothee Bär
Dietmar Bartsch
Julia Klöckner
Paul Ziemiak
Hermann Gröhe
Anke Domscheit-Berg
Bernd Riexinger
Sevim Dağdelen
Janine Wissler
Helge Braun
Jan Korte
Ralph Brinkhaus
Susanne Hennig-Wellsow
Martina Renner
Serap Güler
Roderich Kiesewetter
Thomas Jarzombek
Petra Pau
Michael Grosse-Brömer
Matthias Hauer
Amira Mohamed Ali
Thomas Bareiß
Anja Karliczek
Caren Lay
Tilman Kuban
Nicole Gohlke
Klaus Ernst
Andreas Lenz
Marco Wanderwitz
Florian Hahn
Jana Schimke
Andrej Hunko
Victor Perli
Mario Czaja
Stefan Müller
Sören Pellmann
Christoph Ploß
Katja Leikert
Gesine Lötzsch
Daniela Ludwig
Jan-Marco Luczak
Christian Hirte
Johann Wadephul
Kai Whittaker
Kathrin Vogler
Johannes Steiniger
Heidi Reichinnek
Petra Sitte
Annette Widmann-Mauz
Yvonne Magwas
Steffen Bilger
Gökay Akbulut
Cornelia Möhring
Żaklin Nastić
Matthias Birkwald
Tino Sorge
Patrick Schnieder
Volker Ullrich
Ronja Kemmer
Christoph de Vries
Ateş Gürpınar
Michael Meister
Mechthild Heil
Gitta Connemann
Sepp Müller
Olav Gutting
Ottilie Klein
Thomas Gebhart
Thomas Silberhorn
Thorsten Frei
Thomas Heilmann
Peter Beyer
Andrea Lindholz
Thomas Erndl
Jan Metzler
Franziska Hoppermann
Günter Krings
Susanne Ferschl
Anja Weisgerber
Ingeborg Gräßle
Heike Brehmer
Stephan Pilsinger
Wolfgang Stefinger
Stefan Heck
Volkmar Klein
Felix Schreiner
Christian Leye
Fabian Gramling
Christian Görke
Nina Warken
Marc Biadacz
Alexander Radwan
Stephan Mayer
Sebastian Brehm
Reinhard Brandl
Florian Oßner
Katrin Staffler
Michael Frieser
Silvia Breher
Markus Grübel
Marc Henrichmann
Thomas Rachel
Jessica Tatti
Florian Müller
Thomas Röwekamp
Albert Stegemann
Antje Tillmann
Stefan Rouenhoff
Henning Otte
Christian Freiherr von Stetten
Silke Launert
Catarina dos Santos-Wintz
Maximilian Mörseburg
Axel Knoerig
Hansjörg Durz
Ingo Gädechens
Wilfried Oellers
Anne König
Fritz Güntzler
Peter Aumer
Yannick Bury
Alexander Throm
Josef Oster
Mareike Wulf
Ulrich Lange
Ali Abass Yahya Al-Dailami
Björn Simon
Nicolas Zippelius
Klaus Wiener
Henning Rehbaum
Elisabeth Winkelmeier-Becker
Christina Stumpp
Andreas Mattfeldt
Michael Kießling
Ralph Lenkert
Christian Haase
Alois Rainer
Gunther Krichbaum
Thomas Lutze
Tobias Winkler
Knut Abraham
Carsten Körber
Carsten Müller
Jonas Geissler
Michael Breilmann
Markus Reichel
Hubert Hüppe
Markus Koob
Susanne Hierl
Volker Mayer-Lay
Alexander Hoffmann
Hans-Peter Friedrich
Uwe Feiler
Christiane Schenderlein
Dietrich Monstadt
Norbert Altenkamp
Moritz Oppelt
Ralph Edelhäußer
Maria-Lena Weiss
Martin Plum
Paul Lehrieder
Stephan Albani
Philipp Amthor
Artur Auernhammer
André Berghegger
Melanie Bernstein
Simone Borchardt
Michael Brand
Carsten Brodesser
Marlon Bröhr
Clara Anne Bünger
Astrid Damerow
Alexander Dobrindt
Michael Donth
Alexander Engelhard
Martina Englhardt-Kopf
Hermann Färber
Enak Ferlemann
Alexander Paul Föhr
Manfred Grund
Oliver Grundmann
Monika Grütters
André Hahn
Jürgen Hardt
Mark Helfrich
Ansgar Heveling
Hendrik Hoppenstedt
Erich Irlstorfer
Anne Janssen
Andreas Jung
Georg Kippels
Jens Koeppen
Ina Latendorf
Jens Lehmann
Carsten Linnemann
Patricia Lips
Bernhard Loos
Klaus Mack
Mathias Middelberg
Stefan Nacke
Petra Nicolaisen
Kerstin Radomski
Peter Ramsauer
Josef Rief
Lars Rohwer
Albert Rupprecht
Nadine Schön
Detlef Seif
Dieter Stier
Stephan Stracke
Max Straubinger
Hermann-Josef Tebroke
Hans-Jürgen Thies
Astrid Timmermann-Fechter
Markus Uhl
Alexander Ulrich
Oliver Vogt
Sabine Weiss
Klaus-Peter Willsch
Mechthilde Wittmann
Emmi Zeulner

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