In einem Entschließungsantrag im Rahmen einer Gesetzesinitative zur Erleichterung der Jagd auf Wölfe fordert die Fraktion Die Linke, dass Herdenschutzmaßnahmen finanziert werden und Weidetierhalter*innen finanzielle Unterstützung erfahren sollen. In dem Antrag gehen die Abgeordneten darauf ein, dass in Ausnahmefällen bereits jetzt eine Bejagung von Wölfen möglich sei, dies aber keine Alternative sei, die wirklich Schutz für Weidetiere bieten könne. Daher solle in Herdenschutz investiert werden und eine Beweislastumkehr eingeführt werden, die Entschädigungszahlungen für Weidetierhalter*innen unprobmelatisch ermögliche, wenn Tiere von Wölfen getötet wurden. Daneben sollten laut Antrag Weidetierhalter*innen auch unabhängig von Wölfen unterstützt werden.
Der Antrag versucht, Lösungen für ein möglichst friedliches Zusammenleben zwischen Menschen, Weidetieren und Wölfen voranzubringen und benennt, dass die Tötung von Wölfen die allerletzte Alternative sein sollte und an sich keine Alternative ist, die es vermag andere Tiere und Menschen nachhaltig zu schützen. Es wird damit ein Beitrag gegen die Dämonisierung von Wölfen geleistet.
Über den Gesetzentwurf wurde namentlich abgestimmt. Die namentliche Abstimmung ergab folgendes Ergebnis: Abgegebene Stimmkarten 629. Mit Ja haben gestimmt 55, mit Nein haben gestimmt 509, 65 Enthaltungen. Damit ist der Entschließungsantrag abgelehnt. Die Fraktion Die Linke stimmte dem Antrag überwiegend zu. Die Fraktionen CDU/CSU, SPD, AfD und FDP lehnten den Antrag ab. Die Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen enthielt sich. Abgeordnete, die für den Antrag stimmten verhielten sich gut für Tiere, Ablehnung des Antrags wurde als schlecht und Enthaltung als eher schlecht gewertet.